Checkliste Serverwartung
Checkliste Serverwartung für Linux- und Windows-Server: Updates, Backups, Speicherplatz, Zertifikate und Logs prüfen. Als monatlicher Wartungsplan.
- Typischer Rhythmus monatlich
- Die Checkliste 6 Abschnitte, 22 Punkte
- Variablen
{{server}}{{month}}
Die meisten Serverausfälle kündigen sich an: eine volle Festplatte, ein abgelaufenes Zertifikat, ein Backup, das seit Wochen fehlschlägt. Diese Checkliste ist für die regelmäßige Wartung eines Servers oder einer kleinen Servergruppe gedacht, typischerweise einmal im Monat. Sie passt für selbst betriebene Linux- und Windows-Server, virtuelle Maschinen in der Cloud und Server beim Hoster.
Wer verantwortlich ist
Pro Server oder Servergruppe gibt es eine verantwortliche Person, in kleinen Firmen oft der Admin oder ein externer IT-Dienstleister. Diese Person plant das Wartungsfenster, führt die Schritte aus und dokumentiert Abweichungen. Bei externen Dienstleistern dient der abgeschlossene Durchlauf als Nachweis der erbrachten Wartung.
Typische Fehler
- Backups laufen, aber niemand testet die Wiederherstellung. Ein Backup gilt erst als vorhanden, wenn eine Datei oder Datenbank tatsächlich daraus zurückgespielt wurde.
- Updates ohne Neustart. Viele Kernel- und Bibliotheks-Updates greifen erst nach einem Neustart oder Dienst-Restart. Prüfen, ob ein Neustart aussteht.
- Warnungen, die keiner mehr liest. Wenn das Monitoring täglich falsch alarmiert, wird der echte Alarm übersehen. Störende Alarme bei der Wartung bereinigen.
- Vergessene Server. Der alte Testserver ohne Updates ist oft das größte Risiko. Das Inventar bei jeder Wartung abgleichen.
Mit einem Zeitplan in Runbook entsteht der Durchlauf jeden Monat automatisch. Über das Protokoll ist später nachvollziehbar, wann welcher Server zuletzt gepatcht wurde.
Die Checkliste: Serverwartung {{server}} {{month}}
Vorbereitung
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Wartungsfenster festgelegt und betroffene Nutzer informiert
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Aktuelles Backup oder Snapshot von
{{server}}vor den Änderungen erstellt -
Zugang zur Konsole oder zum Out-of-Band-Management geprüft
Falls der Server nach einem Neustart nicht hochkommt, braucht es einen Weg, der nicht über SSH oder RDP läuft.
Updates und Patches
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Betriebssystem-Updates eingespielt
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Updates für installierte Dienste eingespielt (Webserver, Datenbank, Container-Runtime)
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Neustart durchgeführt, falls erforderlich, und Dienste danach geprüft
Unter Debian/Ubuntu zeigt /var/run/reboot-required einen ausstehenden Neustart an.
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Ungenutzte Pakete, alte Kernel und verwaiste Container-Images entfernt optional
Zustand prüfen
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Freier Speicherplatz auf allen Partitionen und Volumes geprüft
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CPU-, RAM- und Last-Verlauf des letzten Monats auf Auffälligkeiten geprüft
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System- und Anwendungslogs auf wiederkehrende Fehler geprüft
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Ablaufdaten von TLS-Zertifikaten geprüft, automatische Erneuerung funktioniert
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Zeitsynchronisation (NTP) aktiv und Uhrzeit korrekt
Backups
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Backup-Jobs des letzten Monats ohne Fehler gelaufen
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Test-Wiederherstellung einer Datei oder Datenbank durchgeführt
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Offsite- oder Cloud-Kopie vorhanden und aktuell
Sicherheit
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Benutzerkonten und SSH-Schlüssel geprüft, nicht mehr benötigte entfernt
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Firewall-Regeln und offene Ports mit der Dokumentation abgeglichen
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Fehlgeschlagene Login-Versuche und Sicherheitswarnungen gesichtet
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Sicherheitshinweise der eingesetzten Software geprüft optional
Abschluss
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Monitoring zeigt alle Dienste auf
{{server}}grün -
Abweichungen und offene Punkte als Tickets erfasst
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Server-Dokumentation und Inventar aktualisiert
Checkliste als Markdown
Häufige Fragen
Wie oft sollte man einen Server warten?
Für die meisten kleinen Umgebungen ist ein monatlicher Rhythmus ein guter Ausgangspunkt. Kritische Sicherheitsupdates werden außerhalb des Rhythmus sofort eingespielt. Server mit automatischen Sicherheitsupdates brauchen trotzdem die monatliche Prüfung von Backups, Speicher und Zertifikaten.
Was gehört zu einem Wartungsplan für Server?
Ein Wartungsplan legt fest, welche Server es gibt, wer jeweils verantwortlich ist und in welchem Rhythmus welche Aufgaben anfallen. Die Checkliste deckt die monatlichen Aufgaben ab. Seltenere Aufgaben wie Hardware-Prüfung, Lizenzverlängerungen oder ein vollständiger Wiederherstellungstest stehen besser in einer eigenen quartalsweisen oder jährlichen Vorlage.
Kann man Serverwartung komplett automatisieren?
Updates, Backups und Zertifikatserneuerung lassen sich gut automatisieren, zum Beispiel mit unattended-upgrades, Ansible oder den Werkzeugen des Hosters. Was bleibt, ist die Kontrolle, ob die Automatisierung funktioniert. Genau dafür ist eine kurze, regelmäßige Checkliste da.
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